Ihren Namen erhielten sie vom ägyptischen Gott Amun oder Ammon, der in Gestalt eines Widders verehrt wurde: Denn in der Tat erinnert die Form der Ammoniten-Fossilien an Widderhörner. Noch im Mittelalter hielt man die „Ammonshörnlein“ für Ur-Schlangen, die der biblischen Sintflut zum Opfer gefallen waren. Tatsächlich bargen die kunstvollen Kalk-„Kringel“ wesentliche Organe früher Vorfahren der heutigen Tintenfische und dienten ihnen als Schwimmhilfen. Wie aber kommen Versteinerungen von Meerestieren in die
Nordoberpfalz? In der Triaszeit vor etwa 230 Millionen Jahren erstreckte sich ein Ur-Ozean bis in das heutige Kemnather Land, die Küste verlief etliche Kilometer südöstlich. Deshalb konnten die Hobby-Archäologen des Heimatkundlichen Arbeitskreises um den unvergessenen Hans Bäte seit den 1980er Jahren unzählige versteinerte Überreste von Ammoniten, Trilobiten-Meereskrebsen, Seelilien und sogar eines seehundähnlichen Meeressauriers zusammentragen. Vieles davon ist jetzt in der Fronveste zu bestaunen.

